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By Karin Wehmeyer

Welche Bedeutung haben öffentliche Räume und informelle Treffpunkte in der Lebenswelt Jugendlicher? Welche Motivationen und Bedürfnisse stecken hinter der Nutzung dieser Orte? Haben (Klein-)Städte überhaupt noch die notwendigen Potenziale für das Aneignungsverhalten junger Menschen? Diese Fragen stellt die Autorin Karin Wehmeyer aktuell vor dem Hintergrund sich wandelnder Stadtstrukturen. In ihrer qualitativ angelegten Studie wird der Aneignungsprozess in öffentlichen Räumen betrachtet – fokussiert auf die Lebensphase Jugend und zusätzlich aus der Perspektive Jugendlicher. Die Ergebnisse zeigen, mit welchen unterschiedlichen Motivationen junge Menschen öffentliche Räume und informelle Treffpunkte nutzen und welche Rolle dabei das regulate sowie die Freizeitpräferenz spielen.​

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Sie suchen Aufgaben und Einbindungen, Anerkennung und Solidarität mit Erwachsenen und Gleichgesinnten. Sie grenzen sich stark gegenüber „exzentrischen“ und „ungefestigten“ Jugendlichen ab und haben ihnen gegenüber ein Überlegenheitsgefühl. Die Distanz zu diesen Jugendlichen ist größer als gegenüber Erwachsenen. Sie respektieren die Einstellungen und Regeln der Erwachsenen, sie fühlen sich reifer und überlegener als andere Jugendliche. Ihnen sind traditionelle Werte, wie Verantwortung übernehmen, sich nützlich machen und einen Beitrag leisten und ein moralisches und gutes Leben führen wichtig.

Die Clique oder Peergroup steht bei ihnen ganz klar im Vordergrund, denn allein machen Aktivitäten keinen Spaß. Um Spaß zu haben, brauchen sie die Gruppenzugehörigkeit. Schule ist ihnen nicht so wichtig, sie stehen der Leistungsgesellschaft aber nicht negativ gegenüber, denn ihr spaßorientierter Lebensstiel muss finanziert werden. Außerdem verstehen sie die eigenen Ziele und Anstrengungen als Leistung. Ihre Freizeit verbringen die hedonistischen Jugendlichen immer gemeinsam mit ihren Freunden, in Schwimmbädern oder beim Shoppen.

Dies hängt auch stark mit den Werten zusammen, die dem einzelnen Jugendlichen wichtig sind. Exkurs: Veränderung des Zeitbudgets In den letzten Jahrzehnten hat sich die Lebensphase Jugend und damit zusammenhängend die freie Zeit, die Jugendlichen zur Verfügung steht, stark ausgeweitet. Jedoch kommt es gerade in den letzten Jahren zu einer weiteren Veränderung des Zeitbudgets und der Leistungsorientierung von Jugendlichen. Denn die Jugendphase als Moratorium und Aufschubzeit, als Freiraum zum Experimentieren und Ausprobieren verschiedener Lebensmodelle verschwindet immer mehr.

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